Buch und Filme zum Thema Demenz

Blauer Himmel weisse Wolken

Eine letzte gemeinsame Reise. – Die Bremer Regisseurin Astrid Menzel  nimmt ihre an Demenz erkrankte 86-jährige Grossmutter mit auf eine 10-tägige Kanutour quer durch Norddeutschland. Preisgekönter Dokumentarfilm.
Eine Filmkritik von Peter Gutting / KINO-ZEIT

Demenz: Der lange Abschied. Zwei Töchter und ihre Mütter

Was, wenn die eigene Mutter an Demenz erkrankt? Die junge Magdeburger Filmemacherin Roxana Hennig hat zwei Töchter begleitet, die ihre Mütter durch den bedrückenden Verlauf der Krankheit begleiten und genau vor dieser Frage standen.

 

Wo die Bienen noch summen

Was passiert mit Erinnerungen?
Zusammen mit dem Summen der Bienen, verschwinden Evas Erinnerungen. Ihre Enkeltochter Leni kämpft mit der Pflege ihrer Alzheimerkranken Oma und der um sie herum sterbenden Welt.
Ein Kurzfilm über Alzheimer und das Bienensterben.
Von Anna Leah Bolln, Lina Neumann, Luca Mattis Meyer, Kristian Hammer & Pierre Kirchhoff

Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe

von Helga Schubert.

Sie pflegt ihren 96-jährigen Mann zu Hause. Ihr neues Buch handelt vom kräftezehrenden Alltag einer pflegenden Angehörigen .
Helga Schubert ist das Pseudonym der deutschen Schriftstellerin und Psychologin Helga Helm (geboren am 7. Januar 1940 in Berlin).

Helga Schubert: „Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe“. dtv, 272 Seiten, 24 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Empfehlung – Bewegung

Bewegung

Wer sich im Alter wenig bewegt, wird eher krank. Mehr als ein Viertel der Erwachsenen bewegt sich laut Weltgesundheitsorganisation WHO zu wenig. Daher empfiehlt die WHO mindestens 2,5 Stunden Bewegung pro Woche. Viele ältere Menschen bewegen sich allerdings aufgrund körperlicher Einschränkungen oder fehlender sozialer Unterstützung zu wenig. Die Gesellschafterin Lang bietet Ihnen individuelle, persönliche Begleitung an.

 Gedächtnistraining unter freiem Himmel

‚Sich auslüften‘ im eigenen Wohnumfeld ist eine besonders für Ältere vertraute und vor allem nützliche Form der Bewegung im Freien.
Und gemeinsam, begleitet spazieren gehen macht Spass, bringt die Menschen in Kontakt, ermöglicht Teilhabe, lässt Sonne und Wind spüren und ist deswegen ein wertvoller Gesundheitsaspekt. Neben den sozial-emotionalen Gesichtspunkten sind auch die körperlichen Auswirkungen des regelmässigen Gehens hervorzuheben.

Bewegung ist die beste Medizin

Und regelmässige Spaziergänge halten einer Studie zufolge auch den Geist auf Trab. Dies fand ein Team um den Neurologen um Kirk I. Erickson von der Universität Pittsburgh heraus.
Eine weitere wissenschaftliche Studie untersuchte Zusammenhänge zwischen physischer Aktivität und Demenz. Das Ergebnis war, dass wiederkehrende Bewegung das Risiko für Demenz senken kann.

Spazieren gehen hilft bei Einsamkeit und Depression im Alter

Depressionen, Sorgen und Einsamkeit nehmen bei vielen Senioren im Alter stärker zu. Eine Studie der University of California fand heraus, dass Spazieren gehen Einsamkeit und Kummer minimiert.
Weitere Infos im Magazin Spektrum.

An die frische Luft gehen tut allen gut

Es ist nichts Neues, dass Zu-Fuß-Gehen gut für den Körper ist. Gehen ist eine einfache Möglichkeit, Bewegung in den Alltag zu integrieren dies gilt auch für Menschen mit Demenz.

Seltene Erkrankungen: Demenz bei Kindern und Jugendlichen

Kinderdemenz

Was versteht man unter der Krankheit NCL? NCL steht für ‚Neuronale Ceroid Lipofuszinose‘, vereinfacht wird diese Krankheit als Kinderdemenz bezeichnet. Ursache für NCL ist ein kaputtes Gen – warum manche Gene nicht vollständig sind oder defekt, weiss niemand.  Mittlerweile sind 13 verschiedene NCL-Gene bekannt, weshalb man heute ebenso viele Formen der Kinderdemenz unterscheidet.

Kaum jemand kennt NCL – auch Mediziner nicht

Die Diagnose bedeutet einen schweren Schicksalseinbruch, der viele Eltern unvorbereitet trifft. Problem: eine folgenschwere Erkrankung, die auch oft zu lange unerkannt bleibt. Die Konsequenz: viele Fehldiagnosen und eine Diagnosezeit von ca. 22 Monaten in Deutschland. Mit einer üblichen Genanalyse kann NCL recht schnell und einfach diagnostiziert werden.

Wenn Kinder dement werden

Erkrankte Kinder erblinden zunächst und verlieren dann zunehmend weitere kognitive und motorische Fähigkeiten, bis sie schließlich sterben. Kaum eines der betroffenen Kinder wird älter als 30 Jahre. Die Kinderdemenz NCL ist bisher unheilbar. Einen sehr lesenswerten und informativen Artikel zum Thema Kinderdemenz finden Sie im Magazin ‚Spektrum‚.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mundgesundheit bei Demenz

Zahnpflege ist in jedem Alter wichtig

Eine schlechte Zahnpflege und Mundhygiene hat nicht nur Auswirkungen auf die Zähne, sondern auf den gesamten Körper. Besonders ältere und pflegebedürftige Menschen sind gefährdet, da sie häufig die eigene Zahnpflege nur ungenügend oder gar nicht selbst durchführen können.

Teepa Snow, Fachfrau für Demenz und Pflege

Selbstständige Dentalhygiene bei Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz vergessen manchmal, was sie eigentlich tun wollten und schränken somit das Verständnis fürs Zähne putzen eventuell ein.

Zahnbehandlung braucht Geduld
Service vor Ort für Menschen mit Demenz

Dazu findet sich in der ‚auguste‚ von Alzheimer Schweiz ein sehr guter Artikel plus einem sehr anschaulichen Video!

Artikel über eine Studie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Zürich, die untersuchten, ob eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten einen negativen Einfluss auf die Mundgesundheit hat.

Prämierte mobile Arbeit für ältere Menschen in Pflegeheimen

Die Alterszahnmedizinerin Claudia Ramm und ihre zahnmedizinische Fachassistentin Maren Kropf-Nimtz haben ein Konzept entwickelt mit dem sie die Patienten mit Demenz besser einschätzen können.
Informationen über die zahnärztliche Behandlung von Patienten mit Demenz.

Und was hat das Zahnfleisch mit Demenz zu tun?

Ein Bakterium (Entamoeba Gingivalis ), das Zahn- und Zahnfleischerkrankungen verursacht, könnte auch eine Rolle bei der Entstehung von Demenz spielen. Das ergibt eine neue Studie, die von Forschern der Universität in Greifswald durchgeführt wurde.

 

Was haben Sie gesagt?

Gut hören schützt Körper und Seele

Viele ältere Menschen verzichten auf Hörgeräte. Mit fatalen Folgen: oft ziehen sich die Senioren immer mehr aus ihrem Sozialleben zurück. Und durch den daraus resultierenden Mangel an Reizen, kann die Leistung des Gehirns abnehmen und es wird möglicherweise nicht mehr genug gefordert. Die kognitiven Beeinträchtigungen können sich dann bis hin zu einer Demenzerkankung entwickeln.

Schwerhörigkeit erhöht das Demenz-Risiko

Dass Altersschwerhörigkeit ein wichtiger Risikofaktor für Demenz ist, zeigt eine aktuelle Studie der Uni Leipzig, die mehr als 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 20 Jahre lang begleitet hat. Ein Beitrag von Visite, das Gesundheitsmagazin des NDR.

Wie gut ist Ihr Gehör? Online-Hörtest

digiDEM Bayern – digiDEM Bayern ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie – bietet daher als präventive Maßnahme einen digitalen Hörtest an. Der Test ist kostenlos und anonym und kann innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose!

 

 

Mit dementen Menschen zum Arzt

Arztbesuche gehören zu den Ereignissen,
die viele Menschen mit Demenz ängstigen

Wie wir alle müssen auch Menschen mit einer demenziellen Erkrankung unabhängig von ihrer Demenz gelegentlich oder regelmässig zum Arzt wie zu Zahnärzten, Hals-Nasen-Ohrenärzte und nicht zu vergessen zu Augenärzte. Und häufig ist so ein Arztbesuch mit viel Aufregung für alle Beteiligten verbunden.

Mögliche Probleme die auftreten können
  • Die demente Person versteht den Grund und Sinn des Arztbesuches nicht.
  • Die Praxis als fremde Umgebung und unbekannte Menschen im Wartezimmer und beim Praxispersonal machen möglicherweise Angst.
  • Schlechte Gefühle, Geräusche oder Erinnerungen können z.B. beim Zahnarzt auftauchen.
  • Anweisungen durch das Praxispersonal werden nicht verstanden, die Behandlung und Voruntersuchung wie beim Augenarzt ist langwierig, oder verursacht unter Umständen weitere Schmerzen.
  • Der Begleiterin ist es unangenehm/peinlich, wenn sich der an Erkrankte etwa im Wartezimmer ‚komisch‘ verhält oder die Behandlung verweigert.
  • Das Praxispersonal steht oft unter einem hohen zeitlichen Druck. Menschen, die dann den Ablauf ‚stören‘, stossen unter Umständen auf wenig Verständnis.
  • Ärzte und Praxismitarbeiter haben wenig Wissen und Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Demenz.
So könnte es besser gehen
  • Kündigen Sie den Arztbesuch nicht zu früh an.
  • Begleiterin/Begleiter suchen schon im Vorfeld des Termins das Gespräch mit den Angestellten / dem Arzt, um auf die besondere Situation hinzuweisen und so die Behandlungsdauer kurz zu halten.
  • Dinge für das Wartezimmer / Beschäftigung: etwas zum Knabbern, ein Buch zum Vorlesen oder Fotos mitnehmen.
  • Begleiten Sie den Patienten aus dem Behandlungsraum in andere Räume für weitere Untersuchungen oder Informationen.
  • Sorgen Sie für eine ruhige und entspannte Gesprächsatmosphäre.
  • Nutzen Sie Mimik und Körpersprache zur Unterstützung. Sprechen Sie in Anwesenheit des Patienten nicht über Ihn.
  • Warte- und Behandlungszeiten werden so kurz wie möglich gehalten.
  • Es werden nur notwendige Voruntersuchungen / Behandlungen durchgeführt, etwa zur Beseitigung von Schmerzen.

 

Demenz – wir müssen reden

Sprachleitfaden Demenz

Der Sprachleitfaden Demenz wirbt für einen achtsamen Sprachgebrauch im Umgang mit Menschen, die mit kognitiver Beeinträchtigung leben und damit zurechtkommen müssen. Versuchen nicht über Menschen mit Demenz reden, sondern mit Menschn mit Demenz

Dokument Sprachleitfaden Demenz
Dokument Sprachleitfaden Demenz

 

 

 

 

 

 

Er  soll für mehr Sensibilität in der Sprache werben, und damit der Stigmatisierung von Demenz entgegenwirken.

 

In einem Meinungsaustausch wurden Menschen mit Demenz als Einzelpersonen oder in Gruppen zu dem ‚Ratgeber‘ befragt. Dies waren unter anderem der Beirat „Leben mit Demenz“ in Deutschland, die Arbeitsgruppe „Impuls Alzheimer“ in der Schweiz und die Selbsthilfegruppe von Menschen mit Demenz in Luxemburg.

DADO

Unter dem Dach der Deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen haben sich die nationalen Organisationen aus Belgien, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz sowie der autonomen italienischen Provinz Südtirol zu einer Kooperation zusammengeschlossen.